RH #160Interview

Das Desaster von Roskilde

ROSKILDE 2000 wird in die Geschichte eingehen. Nicht die Stars aus Rock-, Pop- und Weltmusik, die das traditionsreiche Festival zum 30jährigen Jubiläum eingeladen hatte, bestimmten in den vergangenen Wochen die Schlagzeilen, sondern eine Tragödie, die neun junge Rockfans das Leben gekostet hat. Rock Hard-Herausgeber Holger Stratmann war vor Ort.

Vorfreude

 

Was hätte es für ein Fest werden können? Iron Maiden, Pearl Jam, Nine Inch Nails, Machine Head, In Extremo, D.A.D., Live, etliche Newcomer-Bands aus dem Hardrock-Bereich und Legenden aus Reggae, Country, Weltmusik, Rock und Pop sollten das mit einem exzellenten Ruf ausgestattete Fest zu einem unvergessenen Event machen. Glänzende Campingbedingungen und eine bekanntermaßen friedliche Atmosphäre warteten auf uns. Das Roskilde-Festival ist ein Unikum, das sich aus den Siebzigern bis in die heutige Zeit gerettet hat. 30 Jahre Musikgeschichte sind immer Kult, aber auch der skandinavische Touch und die dänische Gastfreundschaft haben zum Gelingen dieser langen Erfolgsstory beigetragen. Ein Festival, das einen Großteil der Einnahmen sozialen Zwecken zufließen lässt - in drei Dekaden sage und schreibe rund 50 Millionen Mark. Doch nicht nur Organisationen wie Amnesty International oder „Ärzte ohne Grenzen“ profitieren von der bierseligen Fete, sondern auch die Bürger von Roskilde, die gelegentlich eine neue Turnhalle oder einen Kindergarten hingesetzt bekommen. Ein Grund mehr für den local Dänen, stolz auf diesen Event zu sein! Tausende freiwillige Helfer finden sich jedes Jahr, um Dixis zu putzen, Müll im Akkord wegzuräumen oder nächtlichen Ordnungsdienst abzureißen. ...

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