RH #158Tourtagebuch

WEISSGLUT

Der Sonnengott muss draußen bleiben

WEISSGLUT gehörten zu den Durchstartern des Jahres ´98 und legten vor kurzem mit "Zeichen" ihr zweites Longplay-Meisterwerk vor, das sofort in die Charts marschierte. Dennoch wurde ihre erste Tour nicht der erwartete Siegeszug. JayJay forschte fürs Rock Hard nach den Ursachen.

Mangelndes Interesse seitens der Fans kann kaum der Grund für die teilweise ernüchternden Besucherzahlen gewesen sein. Das Debüt "Etwas kommt in deine Welt" wanderte stolze 15.000mal über deutsche Ladentheken, und "Zeichen" gewann im Mai den Rock Hard-Soundcheck und erntete auch sonst gute Kritiken (von ein paar völlig ahnungslosen Schreibtischtätern bei Blättern wie "Musikexpress/Sounds" abgesehen). Demgegenüber steht aber gleich ein Haufen weniger praller Umstände:

"Zeichen" ist zu Beginn der Tour noch gar nicht erschienen, auch die Single "In mir" wurde verschoben, das dazugehörige Video von VIVA (zunächst) abgelehnt, und die Sonne brät, obwohl wir erst Ende April haben, mächtig vom Himmel. Das lässt viele potentielle Konzertgänger im Biergarten oder auf dem Balkon hängen bleiben.

 

Metal-Meditation mit kleinen Schönheitsfehlern

 

Im annehmbar gefüllten Frankfurter "Nachtleben" ist aber noch alles okay. Für fast alle Anwesenden ist es das erste Mal, dass sie WEISSGLUT live sehen. Entsprechend groß ist die Spannung vor und auf der Bühne. Nach dem gut abrockenden Support-Act Grope ist es endlich soweit. Böse wabert das Intro durch die Boxen, und die Band legt mit dem "Zeichen"-Opener ´Tanz der...

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