RH #158Interview

HYPOCRISY

Schluss mit den Schlafliedern!

PETER TÄGTGREN, Schwedens kreativster Augenring-Träger, lädt zur Listening-Session der neuen HYPOCRISY-Scheibe. Der exzessive Workaholic bittet aber nicht - wie es der Albumtitel „Into The Abyss“ eigentlich vermuten lässt - in sein renommiertes Studio, sondern in die Zentrale seiner Donzdorfer Plattenfirma Nuclear Blast. Dort fiebert er mit seinen gut gelaunten Kollegen der Premiere der zehn Songs genauso nervös entgegen wie die versammelte Schreiberschar.

Die beiden ersten Songs, ´Legions Descend´ und ´Blinded´, bestätigen eindrucksvoll Peters einleitende Warnung, dass „Into The Abyss“ die musikalische Umsetzung eines »Faustschlags ins Gesicht« geworden sei. Die Death Metal-Fraktion wird sicher voll des Lobes für diese räudigen Hochgeschwindigkeitsnummern sein, die die perfekte Transformation von „Penetralia“ und „Osculum Obscenum“ ins Jahr 2000 darstellen.

»Man hat HYPOCRISY bei der Promotion-Kampagne für das letzte Album als eine der größten Death Metal-Bands bezeichnet«, erzählt Peter. »Mich wurmte das, weil wir für eine richtige Death Metal-Band viel zu viele langsame Nummern spielten. Jetzt hatte ich die Nase voll von diesen Schlafliedern. Die schnellen Songs für die neue Scheibe schrieben sich deshalb fast von selbst.«

Beim dritten Track wird der Knüppel aber wieder in den Sack zurückgesteckt: ´Resurrected´ entpuppt sich als schleppender Nackenbrecher, der gesangstechnisch weitaus melodischer als die Eröffnungs-Attacke ausgefallen ist. Der Bombast-Faktor wurde im...

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