RH #157Interview

TOTENMOND

Kalter Schrott & heiße Zungen

Hämmernde Eisenstangen, Coverversionen der Altpunks Slime, Kriegsberichterstattung aus Schwaben, ein Viertes Reich dank CDU: Bei TOTENMOND geht es nicht nur um die Macht der gewalttätigen Musik, sondern um die Macht der Worte.

»In musikalischer Hinsicht wollen wir immer unberechenbar bleiben. Mit meinen Texten strebe ich hingegen das blanke Gegenteil an. Gegen Intoleranz und gesellschaftliche Dekadenz – so könnte eine grobe Umschreibung meiner Lyrik lauten.«

Olaf Pazzer, Sänger, Texter und Gitarrist der wohl heftigsten deutschen Zusammenrottung harter Musiker, ist kein Mann für lange Plädoyers und endlose Erklärungen. Kurz und prägnant bezieht der Schwabe Stellung zu seiner Musik, seinem Selbstverständnis und seinen zweifelsohne einzigartig kantigen Lyrics.

Ausschweifen, und das entschieden freizügiger als gewohnt, darf hingegen die Musik des Trios. Waren die früheren Scheiben von TOTENMOND noch mit einer Art von Weltuntergangs-Aktionismus zu vergleichen, nach deren Genuss immer nur die Sintflut kam (also nichts - und schon gar keine Antwort), so geben Pazzer & Co. mit "Reich in Rost" Ausblicke. Die musikalische und inhaltliche Aussage des dritten Longplayers: Fortsetzung folgt, denn wir haben was zu sagen.

»Wir betrachten "Reich in Rost" als Pilotprojekt, denn wir haben erstmals mit Schrott, also mit Elementen des ursprünglichen Industrial, gearbeitet. Noch sind wir damit sehr zögerlich und vorsichtig umgegangen. Das nächste Album wird noch viel mehr in diese...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen