RH #156Interview

RUBY CRUISER

Beim Freejazz geht die Sonne auf

Die „Stahlkocher“-Kolumne ist das ideale Auffangbecken für Bands, die im Rock Hard-Soundcheck abgekackt sind, einzelnen Redakteuren aber sehr am Herzen liegen. Ich möchte euch diesmal RUBY CRUISER vorstellen, die beste Crossover-Kapelle der letzten Monate.

Die vier Frühzwanziger aus Wales, die bereits zusammen Lärm machen, seit sie 16 sind, servieren auf ihrem famosen Debütalbum „Twelve Short Stories“ eine quicklebendige, lebensfrohe und dabei musikalisch durchaus anspruchsvolle Mischung aus Punk, Alternative, Pop, Funk und Jazz. Irgendwo zwischen The Offspring, Manic Street Preachers, Jane´s Addiction und den Beach Boys ziehen die Stilmixer ihr vollkommen eigenes Ding durch, das mit haufenweise Sonnenschein-Melodien und instrumentalen Kunststückchen wuchert. Bei ´Everbody Wants To Be Cool´ klingt man gar wie eine frickelige Freejazz-Combo.

»Wir haben durchaus was auf dem Kasten«, schnoddert Gitarrist Lino Malnati in gewöhnungsbedürftigstem Waliser Englisch drauflos. »Aber wir gehören nicht zu den Bands, die das ständig raushängen lassen müssen.«

Für RUBY CRUISER ist das Herummucken nicht nur ein kreativer, sondern auch ein sozialer Akt der Befreiung.

»Wir kommen aus Abergovenney, einer Kleinstadt, in der du mit langen Haaren und freakigen Klamotten schon mal grundsätzlich verloren hast. Die Band bot uns die Möglichkeit, dem Mief zu entkommen und die große weite Welt kennenzulernen.«

Eure Songtexte, die oft von Leuten handeln, die dem Terror stumpfer Redneck-Prolls...

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