RH #156Interview

RAW NOISE

Gut geklaut ist halb gewonnen

Meine Interviewpartner RAW NOISE kann man getrost als faulste Band der Welt bezeichnen. Sie haben knapp zwei Jahrzehnte (!) gebraucht, um ihr erstes Album einzuhobeln, auf dem sie zudem auch noch klauen, was das Zeug hält. Dennoch haben die Engländer mit „The Terror Continues“ den Crust-Götterhammer des Jahres zurechtgerüpelt...

...was aber immer noch nicht erklärt, weshalb eine Gruppe, die 1982 gegründet wurde, erst 2000 ihren Debüt-Longplayer vorlegt.

»Tja, die Zeit fliegt regelrecht an einem vorbei«, lacht der glänzend aufgelegte Brüllwürfel Dean Jones, der jedem Crust-Spezi durch seine Mitgliedschaft bei Extreme Noise Terror und Disgust bestens bekannt sein dürfte.

»Wir haben 1982 in der Schule angefangen und ´84 ein Demo eingespielt. 1989 folgte eine Vinyl-7“ (die auf „The Terror Continues“ als Bonus enthalten ist - d.Verf.) und später die Split-LP mit Chaos U.K. Wir hatten uns zwischenzeitlich aufgelöst, da wir ja allesamt noch bei Extreme Noise Terror spielen. Dann hatten wir aber doch wieder Bock, weil RAW NOISE was völlig anderes als E.N.T. sind.«

99 Prozent der Menschheit werden diese Unterscheidung für reichlich spitzfindig halten: Beide Truppen fabrizieren rohen, simplen, infernalischen Krach...

»Stimmt auch wieder«, grinst der blonde Schreihals. »E.N.T. waren damals aber noch mehr ´ne Grind-Noise-Band. Bei RAW NOISE haben wir hingegen den klassischen Discharge-Groove. Der ist übrigens schwieriger zu spielen, als man denkt. Eine Woche vor den Aufnahmen für die...

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