RH #156Interview

MISERY LOVES CO.

Vier handzahme Bankräuber

Mit ihrem neuen Album „Your Vision Was Never Mine To Share“ (siehe Kritik in RH 155) setzen sich die vier Schweden von MISERY LOVES CO. bereits zum dritten Mal zwischen alle Stühle. Trotz zahlreicher Samples und Effekte sind die Songs für Industrial zu geschmeidig, für Metal zu poppig, für Pop wiederum zu hart. Alternative also?

Fragen wir doch einfach Patrik Wiren, Sänger und musikalischer Kopf der Band, der es eigentlich wissen müsste:

»Na ja, ich bin mir selbst nicht so sicher, wie man unseren Stil nennen soll«, druckst Patrik herum. »Alternative ist nicht völlig falsch, obwohl das ein ziemlich schwammiger Begriff ist. Korn oder die Smashing Pumpkins zählen für mich zum Beispiel dazu, aber mit beiden haben wir nichts gemeinsam. Ich bin selbst immer wieder überrascht, welche Namen fallen, wenn es darum geht, unsere Musik einzuordnen. Das scheint eine Menge mit den Hörgewohnheiten der jeweiligen Person zu tun zu haben. Leute, die gerne härtere Musik hören, ziehen Parallelen zu Paradise Lost, wohingegen uns die softere Fraktion mit The Cure, Radiohead, den Psychedelic Furs und sogar David Bowie vergleicht. Das ist natürlich ein Problem, weil es Bands, denen man keinen eindeutigen Stempel aufdrücken kann, erfahrungsgemäß immer schwerer haben, bekannt zu werden. Auf der anderen Seite ist es für mich natürlich ein Kompliment, mit diesen Künstlern verglichen zu werden. Meine Wurzeln liegen zwar im Hardcore-Metal, Crossover und Punk, aber ich beziehe meine Einflüsse auch aus diversen anderen Stilen. Es kommt halt auf die richtige Mischung an.« ...

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