RH #155Interview

UNION

Noch 5 Minuten Ruhm und Ehre

Am linken Ufer des Atlantiks scheffelt eine Armada weißer Homeboys mit ihrem Pimp-Rock Millionen. Auf der anderen Seite versucht sich der schwermetallische Euro-Nachwuchs mit True Metal-Klischees gegenseitig zu überbieten. Waschechte, erdige Hardrock-Bands kann man dagegen beinahe schon an den Fingern einer Hand abzählen. UNION gehören mit zum Besten, was in dieser Richtung in den letzten zehn Jahren seit Badlands, den Black Crowes oder Cry Of Love ein Studio bzw. eine Bühne betreten hat.

 

Mit ihrem gerade veröffentlichten zweiten Longplayer "The Blue Room", auf dem sich das Quartett um Ex-Mötley Crüe-Powerröhre John Corabi und Ex-Kiss-Gitarrist Bruce Kulick merklich gereift und gleichzeitig enorm frisch zeigt, unternehmen UNION einen weiteren Versuch, endlich in größerem Stil Fuß zu fassen, nachdem man mit dem ´98er Debüt feststellte, dass der Mötley Crüe/Kiss-Stammbaum unterm Strich so gut wie gar nicht zählte.

 

»Eigentlich haben wir das fast schon erwartet«, gibt John Corabi zu Protokoll. Der Frontmann stand trotz eines hektischen Wochenendes in New York und Indiana und des nächtlichen Heimflugs nach L.A. pünktlich morgens um elf bereits wieder auf der Matte. »Bruce und ich sind schon lange genug dabei, um zu wissen, wie dieses Geschäft läuft. Wir waren überrascht, dass wir in Anbetracht der Umstände überhaupt einen Deal bekommen haben. Mittlerweile sind wir ja an einem Punkt angelangt, wo eine Band statt "15 minutes of fame" vielleicht noch fünf Minuten erwarten...

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