RH #155Interview

OBLIVION

Europa im Fadenkreuz

Mit weniger als zweieinhalb Einwohnern pro Quadratkilometer ist Kanada ausgesprochen dünn besiedelt. In puncto Banddichte sieht die Sache im zweitgrößten Flächenstaat der Erde aber schon anders aus. Mit Gruppen wie Rush, Triumph, April Wine, Heart, Annihilator, Anvil, Exciter und Voivod hat das Land am Polarkreis im letzten Jahrtausend ein bedeutendes Stück Musikgeschichte geschrieben.

 

Trotzdem haben es Bands aus Montreal, Toronto, Vancouver oder Ottawa in der Regel deutlich schwerer als vergleichbare Combos aus den USA. Zumal der kleine kanadische Musikmarkt nicht genügend Kohle abwirft, um sein eigen Fleisch und Blut zu ernähren. Davon können auch die Franko-Kanadier OBLIVEON aus der Provinz Quebec, die seit nunmehr 13 Jahren im Untergrund rumkrebsen, ein Lied singen.

 

»Es ist schon ein Nachteil, aus Kanada zu kommen«, seufzt Gitarrist und Produzent Pierre Remillard. »Es fehlt hier ganz besonders an fähigen Plattenfirmen, die auch Heavy Metal-Acts mal eine Chance geben. Deshalb ist es für eine Band wie OBLIVEON sehr schwer, hierzulande größere Stückzahlen abzusetzen. Viel mehr als 5.000 Einheiten sind da kaum drin. Aber auch in Sachen Tourneen hinken wir den Staaten mächtig hinterher. Mehr als fünf bis sechs Shows machen für eine Band aus den USA oder Übersee normalerweise keinen Sinn, während wir es selber auf insgesamt etwa 30 Auftritte pro Jahr bringen. Dabei spielen wir aber meist im Großraum Montreal, also in Quebec, da man selbst in einer Metropole wie Toronto...

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