RH #154Interview

INCUBUS

Rotzbremse & Seitenscheitel

Obwohl ein INCUBUS ein Teufel ist, der mit Hexen schläft und sich in (Alp-)Träume einschleicht, hat die gleichnamige Band mit Satanismus und/oder Black Metal rein gar nichts zu tun. Vielmehr wildern die sympathischen Kalifornier im Revier der Red Hot Chili Peppers, denen sie mit ihrem neuen Album "Make Yourself" erstmals ernsthaft Paroli bieten können.

Der Grund dafür liegt in der erstaunlichen Reife, die die anfangs noch unter albernen Pseudonymen wie "Dynamike" oder "Kid Lyfe" agierenden Jungs inzwischen erlangt haben. Sänger Brandon Boyd macht diesbezüglich zwar erst mal ´nen Scherz (»Wir sind so reif, daß wir schon graue Haare bekommen haben!«), erklärt dann aber ausführlich die Hintergründe dieser Entwicklung:

»Als wir unsere EP "Enjoy Incubus" geschrieben haben, waren wir 19, jetzt sind wir 23. Das sind nicht einfach nur vier Jahre - in dieser Phase machten wir so viele verschiedene Erfahrungen, daß wir den Schritt vom Jugendlichen zum Erwachsenen vollzogen haben. Prägend waren dabei u.a. das Leben auf Tour fern von zu Hause, das Kennenlernen vieler Menschen und Länder, die Zusammenarbeit mit anderen Musikern, der Tod von Freunden, die Geburt von Kindern, der Verlust von Freundinnen, aber auch das Finden einer neuen Liebe. Das alles waren einschneidende Schritte in unserem Leben, die menschlich wie musikalisch natürlich ihre Spuren hinterlassen haben.«

Jene Spuren findet man auch in den Lyrics, die von guter Beobachtungsgabe zeugen und teils sozialpsychologische...

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