RH #153Interview

KEITH CAPUTO

Obdachlos in Amsterdam

Life Of Agony haben sich von seinem Weggang nie erholt und inzwischen (zumindest vorläufig) das Zeitliche gesegnet. Doch auch wenn ihr ehemaliger Sänger KEITH CAPUTO mit seinem Solowerk "Died Laughing" klar als Sieger aus dem LOA-Dilemma hervorgeht, ist er weit von jeglicher Schadenfreude entfernt. Zumal er auf dem Album einen ganz anderen Weg einschlägt als die New Yorker Emo-Groover. Instrumental auf das Wesentliche beschränkt, beeindrucken die zwölf Eigenkompositionen vor allem durch seine Stimme und die Melodielinien.

LOA-Fans werden mit "Died Laughing" aufgrund der Singer/Songwriter-Schlagseite zunächst ihre liebe Mühe haben. Dafür entdeckt die verantwortliche Promo-Agentur jetzt die Zielgruppe von Blättern wie "Cosmopolitan" und "Brigitte" als potentielle Käuferschicht.

»Vielleicht kennst du das Rock Hard aus den Zeiten, als du selbst noch hart gerockt hast«, grinse ich Keith daher zu Beginn unseres Interviews an, woraufhin er ein leises »Ich rocke immer noch hart, und die nächste Platte wird viel härter« haucht.

Caputo sitzt in einem Berliner Hotel in der Oranienburger Straße, einer obskuren Ecke mit Touristenfallen, Szene-Kneipen und ´ner nächtlichen Nutten-Parade. Fast verschüchtert drückt er sich in die äußerste Ecke einer Sitzbank, die Beine angewinkelt, den Körper beinahe zur Fötusstellung zusammengefaltet, guckt über zwei riesige Schals hinweg in das Dezember-Rock Hard und freut sich, auf den News-Seiten sein eigenes Gesicht zu sehen.

»Es stimmt nicht, was...

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