RH #153Interview

JADED HEART

Ziegenbartfreie Zone

Unser Plüschrock-Spürhund Olli Klemm hat es längst bemerkt: Es steht eine neue Melodic-Rock-Offensive in den Startlöchern, die sich frech mit den 80er-Jahre-Vorbildern anlegt und dabei diverse gutklassige Longplayer hervorbringt. Eine der wenigen Bands, die auch während der Grunge-Periode trotzig den AOR-Ball spielte, will im Zuge dieser Welle endlich nach oben: JADED HEART.

Mit dem neuen Album "IV" stehen die Chancen der Westdeutschen nicht schlecht. Zumal schon der Titel zeigt, daß wir es hier nicht mit Newcomern zu tun haben. Im Gegenteil: Sänger und Gitarrist Michael Bormann verdiente sich seine Sporen bei Bonfire, Superstition, Letter X, Charade und den parallel zu JADED HEART laufenden The Sygnet, bei denen außerdem die JADED HEART-Mucker Michael Müller (b.) und Chris Ivo (keys) sowie Sinner-Mitglied Alex Beyrodt auftauchten. Auch im Plüsch-Sektor herrscht also scheinbar eine Inzucht, die schon fast Black Metal-würdig ist.

»Das sieht tatsächlich so aus«, lacht Michael. »Der Grund ist aber ein anderer. Im Melodic-Rock ist man auf wirklich gute Musiker angewiesen. Dummerweise wollen die dann aber immer sehr schnell Geld sehen, und das ist in dieser Szene nicht so einfach. Da greift man lieber auf Leute zurück, die man schon Jahre kennt und von denen man weiß, daß sie in erster Linie wegen der Musik dabei sind.«

Trotz seiner zwei Jahre bei Bonfire und der darauffolgenden Arbeit mit deren Ex-Gitarrero Angel Schleifer in Sachen Charade hat Michael noch nicht in den...

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