RH #152Interview

NINE INCH NAILS

Der Preis der Verletzbarkeit

Wer ist dieser Trent Reznor, der Mann hinter den NINE INCH NAILS, wirklich? Ein Genie, wie oft behauptet wird? Ein extrem vielseitiger Mensch, der fast alle Instrumente selbst spielt und die gesamte Musik komponiert und produziert? Ein Mann, der erfolgreiche Soundtracks schreibt und mit so unterschiedlichen Künstlern wie Marilyn Manson, Rob Halford, Tori Amos und Tom Jones zusammengearbeitet hat?

Oder ist Trent Reznor doch das Tier, das während seiner Gigs über die Bühne tobt, dabei einen Haufen zertrümmerter Instrumente hinterläßt und jahrelang in den Clubs in L.A. für Skandale gesorgt hat?

Auf jeden Fall ist der Einfluß des amerikanischen Tausendsassas auf die heutige Rockmusik enorm. Nicht umsonst erklärte das „Time Magazine“ ihn zu einem der einflußreichsten Menschen in den USA, und das angesehene Rockblatt „Spin“ bezeichnete ihn als wichtigsten Künstler der aktuellen Musikszene. Seine außergewöhnlich subtile neue Doppel-CD „The Fragile“ ist überall begeistert aufgenommen worden.

Reznor müßte also eigentlich ein glücklicher Mensch sein. Die Realität sieht aber anders aus: In Hamburg, wo sich der Amerikaner der europäischen Presse stellt, sitzt kein selbstsicheres Genie oder zerstörungswütiges Tier, sondern ein innerlich zerrissener Zweifler. Etwas eingefallen hockt Reznor auf seinem Stuhl. Er sieht bleich und müde aus, was durch sein pechschwarzes Haar nur noch mehr betont wird. Doch bedrückt oder nicht, Trent zeigt sich sehr freundlich und erstaunlich offenherzig.

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