RH #152Interview

LOCK UP

Wer übt, kann nix!

Meathook Seed, Unseen Terror, Blood From The Soul: Die Mucker von Napalm Death sind in Sachen Zweitbands inzwischen längst Profis. Mit LOCK UP schießen sie jedoch den absoluten Vogel ab. Das mal eben so aus Spaß eingeholzte Album „Pleasures Pave Sewers“ setzte sich letzten Monat glatt an die Spitze unserer Richterskala und kassierte auch andernorts überschwengliche Kritiken.

Die Truppe um die beiden Napalm Tod-Recken Shane Embury (b.) und Jesse Pintado (g.) sowie Hypocrisy/Pain/War-Mastermind Peter Tägtgren (v.) und Dimmu-Borgir-Drummer Nick Barker (ex-Cradle Of Filth) lieferte mit „Pleasures Pave Sewers“ ein Werk ab, das deutlich aus dem sonstigen Brutal-Metal-Sumpf heraussticht. Die knapp halbstündige Platte hackt dermaßen heftig durch ein fett produziertes Death-Grind-Inferno, daß man sich nur zu gern an Spätachtziger-Napalm Death erinnert fühlt. Es ist daher wenig überraschend, daß nicht wenige Fans „Pleasures Pave Sewers“ den letzten Napalm-Werken sogar vorziehen.

»Dazu möchte ich jetzt lieber nichts sagen«, lacht Shane und betont stattdessen die Unterschiede zu seiner Hauptband. »LOCK UP ist ´ne superspontane Sache, und das hört man. Das mag der Grund sein, weshalb viele Kids so begeistert sind. Wenn man zig Jahre in einer festen Gruppe spielt, entstehen gewisse Mechanismen, gegen die man nichts machen kann. Es gibt immer verdammt viele Meinungen und Einflüsse, die berücksichtigt werden müssen, damit alle glücklich sind. Das war im Falle von LOCK UP scheißegal. Wir...

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