RH #152Interview

SHIHAD

Diagnose: Metal-Virus

Foundations Forum, Los Angeles, 1995: SHIHAD hocken vor einer Kamera, schwitzen bei knapp 40 Grad Celsius unter ihren wollenen Kopfsocken - und machen sich lustig über Metal-Klischees. Melbourne, Australien, November 1999: Sänger Jon Toogood sitzt am Telefon in seiner WG und hält ein Plädoyer für Destruction. Wie sich die Zeiten doch ändern können...

»So kraß sehe ich das gar nicht«, bemerkt der 28jährige Frontmann. »Immerhin wurden unsere ersten drei Alben bei einem Metal-Label, und zwar Modern Music, herausgebracht. Als wir damals unterschrieben, war ich vom damaligen Labelprogramm schwer beeindruckt. Es geht hier immerhin um Bands wie Celtic Frost, Kreator oder Voivod, die ich nach wie vor großartig finde. Ich besitze alle Voivod-Scheiben! Aber mit den ganzen Melodic-Bands und quiekenden Sängern, die danach kamen, kann ich echt nichts anfangen. Mir kam das alles wie Spinal Tap vor. Und so fühlten wir uns bei Modern Music nicht gut aufgehoben, zumal sich das Label vor allem auf die Metal-Acts und fast nicht auf uns konzentrierte.«

Warner Brothers Australien bot vor einem Jahr SHIHAD einen Deal an – und nun sind die Neuseeländer weltweit bei dem Musikmulti unter Vertrag.

»Wir sind kürzlich nach Australien gezogen, um einen besseren Kontakt zum Label pflegen zu können. Außerdem fehlt in Neuseeland die nötige Infrastruktur für eine professionelle Band. Melbourne bietet alles, was eine europäische Großstadt auch hat. Und wir haben die Chance, hier in Melbourne öfters AC/DC...

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