RH #151Interview

LIFE OF AGONY

Tod auf Raten

Die LIFE OF AGONY-News über immer neue Besetzungswechsel nahmen irgendwann überhand, und die letztendliche Auflösung der Band hinterließ ein großes Fragezeichen. Anläßlich der in Kürze erscheinenden Raritäten-Compilation „1989 - 1999“ (Review im nächsten Heft) bringt Gitarrist Joey Z Licht ins Dunkel.

»Das Material unserer ersten beiden Scheiben bot Keith Caputo nicht die Möglichkeit, sein Können voll unter Beweis zu stellen. Weil wir wußten, wie unzufrieden er mit der Situation war und wir ihn keinesfalls verlieren wollten, schnitten wir das Material von „Soul Searching Sun“ extra auf ihn zu, so daß er sich als Sänger besser verwirklichen konnte. Dummerweise war es zu diesem Zeitpunkt schon zu spät, denn er hatte bereits ohne unser Wissen eine andere Band am Start und gab unserem dritten Album daher keine Chance mehr. Drei Wochen nach der Veröffentlichung stieg er aus, obwohl die Reaktionen auf die CD hervorragend waren und wir zum ersten Mal in unserer Karriere massives Airplay bekamen. Diese Situation war natürlich höchst frustrierend. Weil wir an das Potential von „Soul Searching Sun“ glaubten, wollten wir die neuen Songs unbedingt live spielen. Deshalb holten wir Whitfield Crane (ex-Ugly Kid Joe - d.Verf.) in die Band, der seinen Job professionell erledigte. Er war auf der Bühne ein guter Entertainer und sang auch einwandfrei, aber ihm fehlte einfach die nötige Leidenschaft. Die Gigs verloren dadurch ihre emotionale Intensität und mutierten zu reinen Party-Veranstaltungen. Deswegen konnte ich mich immer weniger mit der Band identifizieren. Der endgültige Knackpunkt war die Arbeit am neuen Album, bei der Whitfield nicht voll bei der Sache war und uns mit seinen kompositorischen Ideen nicht überzeugen konnte. Die Magie von LIFE OF AGONY war nach und nach verloren gegangen. Also entschlossen wir uns, ohne ihn weiterzumachen. Alan wechselte ans Mikro und gab den Baß an Corey Lowery von Stuck Mojo weiter, die gerade im Begriff waren, sich aufzulösen (was sie aber bis heute nicht getan haben - d.Verf.). Das Songwriting funktionierte prima, doch bei den ersten Demo-Aufnahmen merkten wir, daß Alans gesangliche Fähigkeiten zwar für Backing-, nicht aber für Leadvocals reichen. Einen erneuten Sängerwechsel wollten wir den Fans nicht zumuten, weil LIFE OF AGONY dann endgültig zur Farce verkommen wären. Wir haben versucht, die Band so lange wie möglich am Leben zu erhalten, aber die Zeit war einfach gekommen, um einen Schlußstrich zu ziehen.« ...

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