RH #150RH vor 10 Jahren

Splitternackt in Oberhessen

Und wieder geht sie ab, die wilde Wutz: Aus platztechnischen Gründen (Music Mania-Special im letzten Heft) diesmal leider um einen Monat verspätet, aber nichtsdestotrotz wieder randvoll mit Unfug und Randgeschichten aus einer glorreichen Ära.

Metal-Herbst ´89: Die Ruhrpott-Thrasher SODOM rücken mit „Agent Orange“ auf Platz 47 in die deutschen Album-Charts ein. Heute Normalität, damals angesichts der weit höheren Tonträger-Umsätze eine Sensation. Ganz zu schweigen vom dubiosen Chart-Tipper-System, bei dem die Einkäufer der Plattenläden (meist auch noch mit allerlei „Zuwendungen“ der Companies angefüttert) in erster Linie Faves und Hypes aus dem Pop- und Alpenpein-Sektor notierten.

Passend zu dieser Meldung macht sich eine ominöse Kapelle namens GOMORHARR in den News breit, die verspricht, das „kommerzielle Angelrippchen“ und seine Truppe mit Nümmerchen wie ´In The Sign Of Gomorharr´ „gnadenlos in den Boden zu stampfen“. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll ein gewisser Holger Stratmann bei der Combo als abgefuckter Leadshouter im Gespräch gewesen sein, bevor sich die Combo nach nur anderthalb Proben - angeblich hatte die Putzfrau auf dem Schreibtisch von Manager Thomas Kupfer nicht ordentlich genug Staub gewischt - grunz- und klanglos wieder auflöste.

Der Flop des Monats sieht gleich zwei Verlierer, auch wenn sich der eine als „Sieger“ betrachtet: KISS-Boß Gene Simmons versteht keinen Spaß, fühlt sich „bestohlen“ und läßt gerichtlich anordnen, daß KING DIAMOND sein...

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