RH #150Interview

MOONSPELL

Verheerende Schmetterlings-Erdbeben

Die Zeiten, in denen die Musik von MOONSPELL auf kritiklose Zustimmung stieß, sind vorbei. Schieden sich bereits an „Sin/Pecado“ die Geister, so polarisiert das aktuelle Album „The Butterfly Effect“ mehr denn je. Und so pendelt Sänger Fernando Ribeiro im Interview zwischen Selbstbestätigung und Selbstverteidigung.

Mit seinem harschen, modernen und Electro-lastigen Album „The Butterfly Effect“ hat das Quintett all jenen eine klare Absage erteilt, die nach dem ´98er Release „Sin/Pecado“ lautstark nach einer Rückbesinnung riefen und auf eine stilistische Kehrtwendung hin zu pathetischem Düster-Metal mit gotischer Schlagseite gehofft hatten. Aber eines muß auch der schärfste Kritiker der erfolgreichsten portugiesischen Metal-Band anerkennen: „The Butterfly Effect“ ist ein gleichermaßen reifes wie gewagtes Stück harter Musik. Der Longplayer wirkt deutlich kompromißloser als „Sin/Pecado“.

»Wir hatten an Aggressivität eingebüßt«, bekennt Fernando. »Diese haben wir mit „The Butterfly Effect“ zurückgewonnen. Außerdem wollten wir intensiver die für uns typische düstere Atmosphäre mit zeitgemäßen Sounds verknüpfen. Besonders wichtig war uns aber, daß wir endlich mal ein Album produzieren, auf dem ausschließlich ureigene MOONSPELL-Melodien zu finden sind, die nicht automatisch mit anderen Bands verglichen werden. Das ist uns gelungen. Im nachhinein muß ich gestehen, daß ich mit der Produktion von „Sin/Pecado“ nicht mehr zufrieden bin, denn sie ist mehr tot als lebendig. Aber wir haben...

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