RH #147Interview

PAINFLOW

Nix für Latexallergiker

Laut Hape Kerkeling ist Norwegen "lang und weilig". Nun, wie geht es denn dann bitteschön erst im Nachbarland Finnland ab? Kärtsy von Waltari scheint als charismatische Ausnahme ein wahrer Einzelkämpfer in Sachen Unterhaltung zu sein. Die meisten anderen finnischen Musiker sind überwiegend maulfaule Zeitgenossen, die allenfalls sturzbetrunken die Zähne auseinanderkriegen.

Drummer Pekka von der Newcomer-Formation PAINFLOW ist da leider keine Ausnahme. Dabei hätten die Herren durchaus etwas zu erzählen, denn kurz vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums "Audio Visual Aids" nahm sich ihr Gitarrist und Sample-Experte Jarkko Mäki das Leben. Ein weiteres Opfer der berüchtigten hohen Selbstmordrate in Finnland?

"Ja", kommentiert der Schlagzeuger lapidar, "das ist wohl so. Hier ist es so lange kalt und dunkel, daß die Leute reihenweise depressiv werden. So kommt es, daß größere Probleme nicht mehr bewältigt werden können und der Schritt zum Selbstmord leichter fällt als vielleicht in anderen Ländern."

Über die konkreten Gründe von Jarkkos Selbstmord will Pekka keine Worte verlieren, er glaubt aber nicht, daß sich die Musik der Band durch diesen tragischen Vorfall großartig verändern wird.

"Uns gefällt das, was Jarkko gemacht hat, viel zu gut, um uns jetzt zu verändern."

Stilistisch fahren PAINFLOW die Crossover-Schiene, vergleichbar am ehesten mit Clawfinger, obwohl "Audio Visual Aids" um einiges düsterer klingt als die Alben der Schweden.

"Starken Einfluß auf unseren...

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