RH #147Interview

MIKE NESS

Knastbruder mit weichem Herz

MIKE NESS hat sich mit Social Distortion in den letzten 20 Jahren einen dermaßen souveränen Kultstatus erarbeitet, daß er inzwischen stilistische Narrenfreiheit genießt. Der Herr könnte ein Polka-Album aufnehmen, und seine Anhängerschaft würde es ihm aus den Händen reißen. Auf seinem ersten Solo-Exkurs entschied er sich für Country-Mucke und arbeitete mit prominenten Gastmusikanten wie dem König von New Jersey, Bruce Springsteen.

Schon bei Social Distortion baute Mike immer wieder Country-Versatzstücke ein; nie war seine Liebe zu alter US-Volksmusik jedoch so deutlich hörbar wie auf seinem Debüt-Alleingang "Cheating At Solitaire". Und zwar mit einem solch ureigenen CoolNESSfaktor, daß die Scheibe selbst in den True Metal-Revival-zerblasenen Hirnen der Rock Hard-Crew auf gnädige Reaktionen stieß.

"Die Idee für ein Soloalbum hatte ich schon vor langer Zeit", plaudert Mike durch eine mächtig verrauschte Transatlantik-Leitung. "´Dope Fiend Blues´ und ´I´m In Love w/ My Car´ habe ich bereits vor fünf Jahren geschrieben. Wir nahmen sie mit Social Distortion aber nie auf. ´I´m In Love...´ haben wir zwar mal live gespielt, aber ich fand die Stücke besser für meine eigene CD geeignet. Ich trage diese Scheibe schon lange im Hinterkopf herum und bin wirklich glücklich, sie jetzt endlich gemacht zu haben."

Sooo weit hat sich der Enddreißiger stilistisch dennoch nicht aus dem Fenster gelehnt. Trotz seiner Country-Lastigkeit würden viele "Cheating At Solitaire"-Stücke auch mit Social...

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