RH #146Titelstory

MACHINE HEAD

Erst die Peitsche, dann Platin

Einfach hatten es MACHINE HEAD in letzter Zeit nicht. Da war das öffentliche Schmutzigewäschewaschen nach dem Ausstieg von Lead-Klampfer Logan Mader, das in Augen von Fans, Medien und der Band nicht perfekte zweite Album "The More Things Change..." , das eh im Raum stehende Klischee des schwierigen Drittlings und die offensichtliche Nervosität im Hause Roadrunner, wo man in letzter Zeit mehr durch Band-Droppings als erfolgreiche neue Signings auffiel.

Es sind also nicht gerade rosige Voraussetzungen, unter denen "The Burning Red" entstand. Aber MACHINE HEAD wären nicht MACHINE HEAD, wenn ihnen dieser ganze Business-Bullshit nicht meilenweit am Arsch vorbeigehen würde: Sie haben mit einem trotzigen Jetzt-erst-recht den besten Longplayer ihrer History vorgelegt.

"The Burning Red" ist ein Album voller Überraschungen. Ohrenscheinlichste Neuerung ist der Gesang von Frontmann Robb Flynn. Um es auf den Punkt zu bringen: Robb singt. Nicht immer, aber immer öfter. Und wenn, dann richtig.

"Yeah", lacht der Bandboß ins Aufnahmegerät, "sämtliche Stimmen auf der Platte sind von mir. Oder hast du den Verdacht, wir hätten heimlich einen Studiosänger geholt? Ich wollte einfach ein paar neue Extreme ausreizen. In der Vergangenheit hielt ich mich mit Experimenten oft zurück, da ich zu viele Gedanken daran verschwendet habe, was andere Leute davon halten könnten. Jetzt ist mir das scheißegal. Ich mache, was ich will. Und es klingt einfach KILLER!"

Stimmt. Außerdem wird Robb durch den...

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