RH #146Interview

DOG EAT DOG

Machtgier statt Menschlichkeit

In den letzten beiden Jahren war es arg still geworden um DOG EAT DOG. Es stand zu befürchten, daß die Band sich mit ihrem etwas aus der Mode gekommenen Crossoversound aus der Szene verabschiedet. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger, und so meldeten sich die New Yorker letzten Monat überraschend mit moderat modifiziertem Stil und neuer Reife zurück.

Warum hat es so lange – immerhin drei Jahre – gedauert, bis der Nachfolger von "Play Games" endlich im Kasten war?

"Wir brauchten diese Zeit einfach – zum einen für uns persönlich, um nach all dem Business-Streß wieder zur Ruhe zu kommen, und zum anderen, um unsere anvisierte Weiterentwicklung auf dem Album entsprechend umsetzen zu können. Hinzu kamen noch Probleme bei den Aufnahmen, die doppelt so lange gedauert haben wie ursprünglich geplant, weil unser Produzent zwei Pausen einlegen mußte: die erste wegen einer Knieoperation, die zweite wegen einer anderen Band. So haben wir insgesamt fast ein Jahr benötigt, bis "Amped" im Kasten war."

Die besagte Weiterentwicklung schlägt sich in einem verstärkten Pop-Appeal nieder, der das Material zwar nicht mehr ganz so energetisch wie früher, dafür aber um einiges reifer wirken läßt. Durch den Verzicht auf die bisher zahlreich vertretenen Gastmusiker und die Besetzungsreduzierung auf das Wesentliche – Saxophonist Scott Mueller und der zweite Gitarrist Marc DeBacker wurden aussortiert – kommen die Songs zudem wesentlich besser auf den Punkt.

"Wir haben uns Mühe gegeben, erwachsen...

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