RH #144Interview

TIME MACHINE

Dusselige Salsa-Zombies

Italienische Bands sind anno ´99 in aller Munde. Früher wurden Musiker vom Stiefel aufgrund ihres jämmerlich produzierten Klischee-Metal milde belächelt, heute hat sich der Wind gedreht. Mit dem Power Metal-Revival schossen Combos wie Rhapsody oder Labyrinth raketengleich empor und haben sich längst als feste Größen etabliert.

Soweit ist es bei TIME MACHINE noch nicht, allerdings dürfte der vierte Release der Proggies, „Eternity Ends“, ebenfalls beste Chancen bei der breiten Masse haben.

»Zuerst gibt es allerdings etwas Negatives zu berichten«, trötet mir Basser Lorenzo Deho ins Ohr. »Unser Sänger Nick Fortarezza hat die Band verlassen, weil er ein Major-Angebot für eine Pop-Karriere bekommen hat. Er tritt wahrscheinlich demnächst auf dem San Remo-Schlagerfestival auf und macht im Gegensatz zu uns tierisch Kohle, haha. So eine Chance kann man eigentlich nicht ausschlagen, allerdings denke ich, daß Nick auf Dauer echten Frust dabei bekommt, nur seichtes Pop-Zeugs zu trällern. Wir suchen momentan einen neuen Frontmann; Nick hinterläßt schon eine gewaltige Lücke, da er ein außergewöhnlicher Sänger ist.«

Was dem neuen Werk, das erstklassig produzierten Epic-Hardrock mit vielen balladesken Intermezzi und brillanten Soundideen bietet, denn auch fast durchweg Lob eingebracht hat. „Eternity Ends“ schwimmt zwar nicht auf der erfolgversprechenden Hammerfall/Stratovarius/ Rhapsody-Schiene, beweist dafür aber Mut zum Risiko und ist sympathisch eigenständig.

»Es hat ja auch seine Jahre...

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