RH #144Interview

EMPEROR

Jugendsünden & Zukunftsperspektiven

Sie gelten als intellektuelle Speerspitze der Black Metal-Hardliner-Fraktion und haben nicht nur Ruhmestaten vollbracht. Aber wie die meisten norwegischen „Elite-Bands“ sind auch EMPEROR erwachsen geworden und lassen heutzutage lieber ihre Musik für sich sprechen.

Gitarrist/Shouter Ihsahn redet verständlicherweise nicht gerne über die pechschwarze Vergangenheit EMPERORS, weil er die allseits bekannten Vorfälle (die wir hier nicht zum 126. Mal aufrollen werden) ohnehin nie glorifiziert oder gar selbst verschuldet hat: Mir ist bewußt, daß unser Ruf in der Vergangenheit dazu beigetragen hat, den Namen EMPEROR bekannt zu machen, aber wir waren damals 15 oder 16, als diese Dinge passiert sind - in einem Alter, in dem man sich keine großartigen Gedanken darüber macht, wenn irgendwo eine Kirche brennt. Die Medien haben das damals viel zu sehr aufgeblasen und letztlich dafür gesorgt, daß Black Metal so groß werden konnte. Natürlich gibt es dann Leute, die sowas dankbar ausnutzen und jede Publicity in Kauf nehmen. Was EMPEROR betrifft, so hoffe ich aber, daß die Dinge, die sich außerhalb der Band abgespielt haben, irgendwann mal zu den Akten gelegt werden. Es ist frustrierend, wenn du als ernsthafter Musiker mitansehen mußt, wie deine Musik ständig mit Dingen in Verbindung gebracht wird, mit denen du nichts zu tun haben willst - besonders dann, wenn du selbst nie in diese Dinge verwickelt warst. Ich habe damals, ´92/´93, einen Großteil unserer Musik geschrieben und hatte mit dem ganzen „Inner Circle“-Kram nichts am Hut, werde aber trotzdem ständig damit in Verbindung gebracht. Die Musik dagegen fällt völlig unter den Tisch. Normalerweise äußere ich mich zu solchen Themen überhaupt nicht mehr. ...

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