RH #143Krach von der Basis

NOCTE OBDUCTA

Gott hat fertig!

Völlig unbeeindruckt von dem Hype, der zahlreiche skandinavische Black Metal-Bands umgibt, entwickelte sich in den letzten Jahren hierzulande eine Underground-Szene, die qualitativ den meisten Norwegern und Schweden durchaus Paroli bieten kann. Potentielle Speerspitze der NWOGBM (New Wave Of German Black Metal) sind die Mainzer NOCTE OBDUCTA und ihr Debüt-Album „Lethe (Gottverreckte Finsternis)“.

Hervorgegangen ist das Sextett im Sommer 1995 aus Deshira, einer Band, die laut NOCTE OBDUCTA-Mastermind Marcel noch "etwas unentschlossen und unausgegoren" klang. "NOCTE OBDUCTA sind insgesamt viel aggressiver, als wir es mit Deshira waren, unsere Musik ist heute auch wesentlich dichter und auf spielerisch höherem Niveau", erklärt er die wesentlichen Unterschiede zwischen beiden Bands. Daß es schließlich zum Deshira-Split kam, lag aber vielmehr an den zu unterschiedlichen musikalischen Einflüssen der einzelnen Bandmitglieder.

"Ein Lied war Doom, das nächste klang nach schwedischem Death Metal, ein anderes kam aus der melodischen Heavy Metal-Ecke - und diese Konzeptlosigkeit gipfelte irgendwann einfach im Chaos. Wir fingen ständig neue Songs an, ohne sie fertig zu proben, so daß die Rehearsals sehr bald nur noch aus Gelaber, Essen und Trinken bestanden."

Es kam also, wie es kommen mußte: 1995 war schließlich Schicht im Schacht, da sich die Motivation aller Beteiligten nahezu bei Null einpendelte. Marcel gründete unmittelbar im Anschluß mit dem damaligen Deshira-Keyboarder NOCTE...

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