RH #142Interview

ULVER

Vom Holzhacker zum Lyriker

Vor knapp zwei Jahren ließen ULVER mit ihrem rabiaten Holzhacker-Album „Nattens Madrigal“ die Rock Hard-Soundchecker glauben, ihre CD-Player seien defekt. Und jetzt überraschen die ungewöhnlichen Norweger mit einem Epos voller Anmut, Schönheit und Tiefe.

„Themes From William Blake´s The Marriage Of Heaven And Hell“ - eine 80minütige, wortwörtliche Vertonung des umfangreichen Gedichtes des Londoners William Blake - paßt nicht in Schubladen. Und auch wenn ULVER (norwegisch für: die Wölfe) bislang im Zusammenhang mit Black Metal genannt wurden, so hat sich deren Kopf, der 22jährige Garm, doch immer gegen die Vereinnahmung durch Szenen und Genres gewandt.

"Ich war schon immer ein Alleingänger und fühle mich nur dann wohl, wenn ich mich als völlig isolierte Person entfalten kann", sagt der Sänger und Songwriter. "Ich hasse die verdammte Herdenmentalität jener Menschen, die sich unbedingt als Teil einer Szene definieren müssen. In der Black Metal-Szene zum Beispiel treiben sich unzählige Idioten herum, die einfach nur saufende Metalheads sind und ab und zu schockieren wollen. Um Spiritualität geht es denen gar nicht. Insofern kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, weshalb immer behauptet wird, Black Metal habe in erster Linie mit Satanismus zu tun. Die wenigsten Leute aus dieser Szene haben tatsächlich fundierte Kenntnisse über Satanismus; von anderen Religionen ganz zu schweigen."

Dennoch machten sich ULVER haargenau in dieser Szene einen Namen, auch wenn „Nattens Madrigal“ -...

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