RH #142Interview

SQUEALER

Bierbauch ohne Gesangsunterricht

Auch wenn es sicherlich übertrieben wäre, von einem Stilbruch zu sprechen, unterscheidet sich das neue Album der Osthessen, "The Prophecy", doch erheblich von seinem Vorgänger "Wrong Time, Wrong Place". Setzten SQUEALER seinerzeit noch auf eher biederen, Bay Area angehauchten Thrash Metal, überrascht die Kapelle auf ihrer vierten Veröffentlichung mit einer ambitionierten, fein produzierten Mixtur aus Power-, Speed- und Bombast-Elementen.

"Das liegt wohl daran, daß "The Prophecy" über einen Zeitraum von zwei Jahren entstanden ist, während wir mit dem Vorgänger "Wrong Time, Wrong Place" einfach ins Studio gegangen sind, obwohl man an den Songs sicher noch hätte feilen müssen. Deshalb ist das Album auch sehr roh und direkt ausgefallen, was allerdings auch ein wenig an unserem damaligen Producer Harris Johns lag, der mich gesanglich ein bißchen dahin getrimmt hat, böse und aus dem Bauch heraus zu singen. Trotzdem ist "Wrong Time..." für mich nach wie vor ein gutes Album, da es repräsentiert, worauf wir damals Bock hatten und die Scheibe frisch und frei von der Leber weg entstanden ist. "The Prophecy" hat hingegen einen sehr langen Reifungsprozeß hinter sich, bei dem auch andere Stilmittel wie Power Metal reingeflossen sind. Letztlich ist unsere neue Scheibe eine Schnittmenge aus all den Musikrichtungen, die wir mögen", erklärt das letzte verbliebene Gründungsmitglied der Combo, Andreas "Henner" Allendörfer, dessen Vocals heuer stark verbessert klingen, ohne das der Eigentümer von AFM Records (u.a. Edguy) dafür bei einem Gesangslehrer Stunden nehmen mußte. ...

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