RH #137Interview

BRUCE DICKINSON

Subtiler Kracher mit Kultur

Die Gewinnung von Gold aus Blei oder Eisen war der jahrhundertealte Traum mittelalterlicher Alchemisten. Die Verschmelzung der Elemente, um an dieses unerfüllbare Ziel zu gelangen, nennt sich auf englisch „chemical wedding“. BRUCE DICKINSON hat dieses Thema und das dazugehörige Prinzip aufgegriffen und mit scheinbar gegensätzlichen Komponenten wie grobkörnigen Gitarren, mystischen Texten, melodischen Vocals und düsterem Cover-Artwork ein Konzeptalbum wie aus einem Guß abgeliefert.

1997 war ein Bruce Dickinson-Jahr: Sein brillantes Old School-Comeback-Album „Accident Of Birth“ sorgte rund um den Globus, vor allem bei (enttäuschten) Iron Maiden-Fans, für überschwengliche Reaktionen. In Japan verdoppelten sich die Verkäufe im Vergleich zum „alternativen“ Vorgängeralbum „Skunkworks“ auf 27.000 Einheiten, in den USA wurde mit fast 100.000 Stück gar die vierfache Marge abgesetzt. Besonders stolz ist Bruce darauf, daß der Publikumserfolg in den Staaten "beinahe ohne jede Presse-Unterstützung" erreicht wurde. Eine sechswöchige Clubtour und jede Menge positiver Mund-zu-Mund-Propaganda reichten aus, um innerhalb der Metal-Gemeinde für rasende Begeisterung zu sorgen. Kein Wunder, immerhin ist Mr. Dickinson immer noch so gut bei Stimme wie in seinen besten Zeiten. Der Vorzeige-Dauerpower-Frontmann macht live 120prozentig Werbung in eigener Sache.

Trotz oder gerade wegen der überschwenglichen Kritiken haben der ewig jugendliche Bruce und seine mit Gitarren und guten Ideen bewaffneten...

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