RH #137Interview

15 Jahre Rock Hard - Der Rückblick

Laut war´s, verdammt LAUT! Nach meinem ersten Konzert im November 1981 mit Saxon in der Dortmunder Westfalenhalle III pfiffen meine Ohren aus dem letzten Loch - alles, was mir meine Lehrer am nächsten Tag beizubringen versuchten, wurde durch ein hochfrequentes Rauschen übertönt. Aber das war egal, ich träumte sowieso vor mich hin und sah vor meinem geistigen Auge nur noch fünf britische Höllenrocker mit Spandexhosen, Nietenarmbändern und Arbeiterklassencharme im wabernden Trockeneisnebel. Das Tourprogrammheft zur "Denim & Leather"-Tour (das ich mir natürlich gekauft hatte) war jeansmäßig aufgemacht und die meisten Fotos von Saxon halb verwackelt. Trotzdem klasse. Der „Kerrang!“-Schreiber Geoff Barton brachte es auf den Punkt: "Heavy Metal, after all, is a mass experience, an enjoyment to be shared, not selfish guarded, not confined to bleak bedsit seclusion along with Franz Kafka´s "The Trial" and a packet of razorblades."

Ja, genau! Gruftie zu sein, war mir persönlich zu negativ, obwohl die Musik, die auf Parties lief, teilweise nicht schlecht war. Und der ganze pseudo-intellektuelle Käse hat mir schon im Deutsch-Leistungskurs gestunken. Da waren mir die Botschaften aus der Punkszene schon lieber. Damals gab´s keine wahnsinnigen Unterschiede zwischen Metallern und Punks. Ob man mit 14 nun zuerst The Who, AC/DC, Thin Lizzy, Kiss oder Status Quo gehört hat, war egal. Nur schneller und härter mußte es jetzt sein. Saxon waren damals hart. Die Musik klang schnell oder...

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