RH #136Interview

KILGORE

Hardcore-Bücherwurm im Metal-Himmel

Kilgore wußten mit ihrem neuen Album „A Search For Reason“ so zu überzeugen, daß sie im letztmonatigen Soundcheck auf einem passablen elften Rang gelandet sind. Grund genug, Jay Berndt, den belesenen Fronter des US-Vierers, ans Telefon zu zitieren.

Jay ist der Inbegriff eines Profis. Spricht laut und deutlich und plappert sofort munter drauflos; erzählt, daß er deutscher Abstammung sei und ihm daher Interviews mit deutschen Medien viel Spaß machen. Ungefragt reißt er die Bandhistory der 1991 als Schulband gegründeten Formation ab.

"Ursprünglich waren wir eine reine Coverband, die auf allen möglichen und unmöglichen College-Parties und ähnlichem gespielt hat. Wir fingen allerdings schon recht bald damit an, eigene Songs zu schreiben. 1995 veröffentlichten wir dann unser erstes Album namens „Blue Collar Solitude“, das allerdings in Europa niemals erschien, was eigentlich auch ganz gut ist. Die Band funktionierte damals noch völlig anders. Unser ehemaliger Leadgitarrist schrieb 80 Prozent des Songmaterials, während ich für den Großteil der Lyrics verantwortlich war. Brian, so hieß der Knabe, hat ungefähr 12 Songs in der Woche geschrieben. Da bleibt das, was die anderen fabrizieren, auf der Strecke. Das erste Album war also fast ausschließlich sein Baby. Musikalisch ist es viel gradliniger als „A Search For Reason“, beinahe purer Hardcore. Jedenfalls stieg Brian schlußendlich aus, als wir exzessiv zu touren begannen."

Das Songwriting lastete fortan auf den Schultern der...

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