RH #136Interview

MIOZÄN

Frisch aus dem Jugendheim

Mit vier Scheiben im Rücken gehören MIOZÄN mittlerweile zu den alten Recken des EuroCore. Trotzdem klingt die Truppe 1998 energiegeladener denn je.

 

Die musikalische Frischzellenkur auf dem neuen Longplayer "Ignorance" ist für Bandsprecher Frank Kurowski leicht zu erklären.

»Uns wurde unser eigener Live-Set zu langweilig, und wir wollten einige Sachen ändern«, spricht der Tieftöner, der übrigens gerade eine Umschulung zum Werbe- und Medienvorlagenhersteller (»also Covergestalter«) macht.

»Jetzt sind die Stücke im Schnitt länger. 14 Songs in 35 Minuten ist ja schon fast zuviel für 'ne HC-Scheibe. Ein weiterer Einschnitt war unsere Tour mit Ignite. Deren Gitarrist Joe D. Foster hat mich auf jeden Fall beeinflußt. Aber es war auch sonst 'ne tolle Sache. Man hat Leute wie Joe endlich mal kennengelernt, und sie sind jetzt auch Kumpels. Aber man hat nach wie vor Respekt. Die haben schließlich die Sachen geschrieben, durch die ich zum Hardcore gekommen bin.«

Mit Joes Zweitband Speak 714, die der Klampfer inzwischen verlassen hat, werden MIOZÄN im September übrigens on the road sein.

Sucht man für die Westdeutschen in der zersplitterten Szene nach einer passenden Schublade, fällt einem schnell ein Begriff wie "Jugendheim-PolitCore" ein, der trotz aller Unschmeicheligkeit (hurz? - Red.) den Undergroundstatus und den gesellschaftskritischen Ansatz der Band gut reflektiert.

»Mit dieser Beschreibung kann ich sogar leben«, lacht Frank. »Obwohl unsere neuen Texte nicht mehr so...

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