RH #133RH vor 10 Jahren

You snooze & lose, dudes!

Vor zehn Jährchen zierte HELLOWEEN-Blondschopf Michi Kiske das Rock Hard-Cover, der Iran/Irak-Krieg bombte sich seinem Ende entgegen, und unser Hosenscheißer Rensen entdeckte den (damals natürlich Thrash-)Metal für sich. Grund genug, ihn eine Nacht lang mit Heft Nummer 26 in Götzens Kartoffelkeller einzukerkern.

„Was ist Underground?“ Mit dieser damals wie heute elementaren Frage wurde die Leserschaft gleich im Vorwort konfrontiert. Der Hintergrund: Das Rock Hard galt ´88 bei vielen Fans als „reines Speed/Thrash-Magazin“ (in puncto Keller-Credibility natürlich top), andererseits war das Heft einigen Leuten aber „zu kommerziell“. Die auch anno ´98 noch gültige, salomonische Antwort der Redaktion: „Uns kommt´s darauf an, ob Musik gut ist oder eine Band interessant! Wir haben seit jeher eine eigene Linie, die wir konsequent durchziehen - und die umfaßt wohl mehr als eine Stilrichtung des HM, oder?“

IRON MAIDEN-Vorstandschef Steve Harris, der Holger Rede und Antwort stand, hatte sich ebenfalls Gedanken zu dem Thema gemacht und war zu dem Schluß gekommen, daß „wir immer noch im gewissen Sinne Underground sind - nur auf einem viel höheren Level gegenüber früher natürlich“. Immerhin würde ihn auf der Straße niemand erkennen - „außer ein paar Fans vielleicht“. Angesichts von einigen Millionen Maiden-Vinylkäufern fast schon unverschämt.

In ähnliche Popularitätssphären wie Iron Harris & Co. wären gerne auch QUEENSRYCHE und VICIOUS RUMORS vorgestoßen, denen Trojan und Stratmann in...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.