RH #133Interview

ARENA

Zeitraffer-Orkane

ARENA wollen es wissen. Statt eine weitere gutklassige, aber nicht sonderlich herausragende Progrock-CD auf den Markt zu werfen, haben sie sich für ihren Drittling „The Visitor“ (Platz vier im Mai-Soundcheck) ewig lange Zeit gelassen, den Sound topmodern gestaltet und fürs Artwork niemand Geringeren als Hugh Syme (u.a. Rush, Megadeth) verpflichtet. Das Ergebnis: eines der teuersten, aber auch besten Neo-Prog-Alben aller Zeiten.

»Hey, ich versteh´ nur jedes zweite Wort von dir«, brüllt Drummer Mick Pointer durch den Hörer. »Hier tobt gerade ein tierischer Wirbelsturm ums Haus.«

Mitten in einem noblen Londoner Vorort? Als ich vor ein paar Monaten bei euch vorbeischneite, um in „The Visitor“ reinzulauschen, kam mir euer Thin Ice Studio, das gleichzeitig als Bandzentrale und Büro eures Labels Verglas fungiert, so ruhig vor wie ein wegen Einsturzgefahr gesperrter Eskimofriedhof.

»Damals war´s ja auch noch arschkalt«, grölt mir durchs letzte Aufbäumen des Orkans Keyboarder/Texter/Producer Clive Nolan entgegen, der im Thin Ice das Gros der britischen Progrockalben soundtechnisch abfertigt. »Jetzt haben wir Frühling, und der Hintergrundsound ist wirklich nicht von schlechten Eltern.«

Schon komisch, was für seltsame Phänomene die Erderwärmung so nach sich zieht... Aber wo wir gerade beim Thema Hintergrundsound sind: „The Visitor“, ARENAs drittes Studio-Langeisen, eignet sich - selten bei Prog-Scheiben - sowohl zum relaxten Nebenbeihören als auch zum Hirndurchblasen per...

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