RH #133Interview

CAIRO

Durchzug im Soundloch

Drei Jahre lang war es ruhig um das Ami-Quartett, das auf seinem selbstbetitelten Debüt einen furios inszenierten und stark von Genregrößen wie ELP und Yes beeinflußten Cocktail aufbot, der für Aufruhr in der Prog-Community sorgte und nun mit dem Zweitling „Conflict And Dreams“ in die Verlängerung geht.

Auch wenn das Abschneiden im Soundcheck der vorletzten Ausgabe einen anderen Schluß zuläßt: Das Warten hat sich zweifellos gelohnt. Dennoch stellt sich die Frage, was die verdammt talentierten Musiker in den letzten Jahren getrieben haben. Keyboarder und Pianist Mark Robertson setzt zur Erklärung an:

»Neben der Musik habe ich einen geregelten Job und beschäftige mich mit dem Import von Pianos. Das nimmt mich stark in Beschlag. Außerdem habe ich eine Pianoscheibe mit dem Titel „Steinway To Heaven“ eingespielt, war mit Rick Wakeman, Keith Emerson und acht anderen Keyboardern an einem Projekt beteiligt, bei dem wir klassische Stücke von Liszt, Ravel und Chopin vertont haben, und habe mit CAIRO an den Tribute-Alben für Pink Floyd, Genesis und Yes mitgewirkt. Zu guter Letzt mußten wir noch die Songs für das neue Album komponieren. Reicht das?«

Okay, akzeptiert. Daß es sich bei den Jungs um absolute Workaholics und Vollprofis handelt, wird klar, wenn man einen Blick ins Booklet wirft. Neben der Produktion stammt auch das famose Cover-Artwork von der Band selbst. Wozu benötigt ihr überhaupt eine Plattenfirma?

»Gute Frage. Du brauchst halt fähige Leute und Kohle, wenn es um den...

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