RH #130Interview

PEARL JAM

Das Ende der Auszeit

Die Kurzlebigkeit der Trends hat es vollbracht, daß eine Band, die vor einer halben Dekade noch zu den Innovatoren eines wenig revolutionären, aber äußerst verkaufsträchtigen Genres namens Grunge gezählt wurde, heute schon ein lebender Dinosaurier ist. Satt und faul sind die alten Seattle-Helden aber noch lange nicht.

 

Ganz im Gegenteil: "Yield" ist das erste PEARL JAM-Album, das allen Mitgliedern die Möglichkeit gibt, ihre Kreativität zu entfalten, anstatt auf mehr oder minder überflüssige Side-Projekte wie Mad Season, Three Fish oder Brad zurückgreifen zu müssen. Chef-Mimose Eddie Vedder gab seinen Mannen nach dem letzten Album "No Code" nämlich überraschenderweise das Okay, mit eigenen Stücken im Übungsraum aufzutauchen.

"Die anderen kamen schon immer mit Ideen an, meistens mit Riffs. Mein Job war es, etwas aus diesen Schnipseln zu machen. Ich liebte diese Vorgehensweise, erreichte aber irgendwann den Punkt, wo ich nicht mehr so recht damit zufrieden war. Als wir die neue Scheibe in Angriff nahmen, lieferte mir der Rest der Band plötzlich völlig fertige Stücke. Bass, Drums, Gitarren, Gesang, Texte, Backings - alles war bereits bis ins Detail ausgearbeitet."

"Ich habe auch früher schon Demos aufgenommen", ergänzt Bassist Jeff Ament. "Es fehlte mir jedoch der Mut, sie den anderen vorzuspielen. Wenn du mit Stone und Mike zwei fantastische Gitarristen und einen beeindruckenden Texter und Sänger wie Eddie in der Band hast, fühlst du dich beim Einlegen eines Tapes mit Songs,...

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