RH #127Interview

WORLD BANG

Mit 800 Mark ins Wunderland

Als Tom Bätzel mit Zahnbürste und Gitarre aufbrach, um in den USA Urlaub zu machen, ahnte der Kieler noch nicht, daß Amerika seine zweite Heimat werden würde. Und nicht nur das: WORLD BANG heißt der New Yorker Underground-Tip, als dessen Hauptsongwriter und Bassist er fungiert.

 

Bis Sommer 1992 verlief das Leben des heute 30jährigen ganz normal. In seiner Heimatstadt Kiel gab er Bass-Unterricht an der Musikschule und zockte in seiner Freizeit in einer Cover-Band Songs von Mothers Finest.

»Ich hatte ein Stand By-Ticket und konnte in Amerika einfach so herumfliegen. Natürlich reichten meine 800 Mark Gespartes nicht für zwei Monate, sondern nur für zwei Wochen. Also machte ich Straßenmusik. Den Winter verbrachte ich in L.A., weil es dort wärmer ist. Im Frühjahr 1993 kehrte ich dann nach New York zurück und wollte eine Band gründen. Ich gab im "Village Voice", einem Szene-Magazin in Manhattan, eine Anzeige auf. Komischerweise war in derselben Ausgabe eine Anzeige von WORLD BANG zu finden, die einen Bassisten suchten. Ich schickte ihnen ein Demo, das ich in Deutschland gemeinsam mit einem Drummer eingespielt hatte. Zwei Tage später rief mich der damalige Gitarrist der Band an, und ich hatte plötzlich den Job. Eine fette Audition, bei der sich Dutzende Bewerber die Füße in den Bauch stehen, gab´s gar nicht.«

Die Chemie bei WORLD BANG, die 1989 als Elektro-Truppe gegründet wurden, stimmte auf Anhieb. Tom avancierte zum Hauptsongwriter.

»Die Jungs sind alle unheimlich nett -...

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