RH #127Interview

ATROCITY

Zerbrochene Liebe & Porno-Soundtracks

Die erste Hälfte der 80er war eine Zeit, in der sich die einzelnen Musik–Szenen weitaus weniger grün waren als in den Crossover–geprägten 90ern. Kein "echter" Metaller verschwendete jemals ein Ohr gen Duran Duran oder Depeche Mode, während die sogenannten New Romantics regelmäßig die erhobene Nase über Langhaarige rümpften. Inmitten ihrer synthiepoppigen Welt kam eine E–Gitarre einer megamäßigen Katastrophe gleich. Und dann gab es da noch einen Jungspund namens Alex Krull, heute Frontmann von ATROCITY.

 

Der konnte die Berührungsängste der Jugendkulturen schon damals nicht nachvollziehen und setzt mit seinen Bandkollegen 1997 ein spätes, aber nicht wenig beeindruckendes Signal. Ein knappes Dutzend Male haben sich ATROCITY unter dem Titel "Werk 80" an ein– bis eineinhalb Jahrzehnte alten Vorlagen aus dem Wave– und Pop–Bereich vergangen und Klassikern von Human League, Frankie Goes To Hollywood, Duran Duran und Konsorten einen angenehm modernen Anstrich verpaßt.

»Die Idee dazu ist fast so alt wie die Songs selbst«, resümiert Herr Krull durchs Telefon. »Ich war zu jener Zeit auf dem Metal–Trip, hatte aber eine Freundin, die immer einige Waver um sich herum scharte und Depeche Mode und so'n Zeugs hörte. Ich dachte damals schon, daß es interessant wäre, aus diesen Sachen härtere Stücke zu machen. In den ursprünglichen Fassungen gehörten die Songs nie zu meinen Faves. Das passierte oft erst im nachhinein. Dennoch muß man der damaligen Popmusik zugestehen, daß sie qualitativ...

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