RH #126Interview

BLACKSTAR

Handzahme Metzgergesellen

Ungewöhnlich ausgereift klingt es, das BLACKSTAR-Debüt "Barbed Wire Soul". Kein Wunder bei dem Line-up: Mark Griffiths war bereits bei den Neo-Doom Königen Cathedral aktiv, während Ken Owen, Carlo Regadas und Jeff Walker auf eine mehr oder weniger erfolgreiche Karriere mit Carcass zurückblicken können. Logisch, daß Einflüsse beider Bands auf "Barbed Wire Soul" zu finden sind.

 

Man hat seine liebe Mühe damit, Jeff Walker als Trendsetter zu bezeichnen. Fakt ist jedoch, daß der Mann für sich in Anspruch nehmen kann, mit Carcass den Wandel von der reinen Grindcore-Band zur weltweit anerkannten Derb-Thrash-Combo vollzogen zu haben. Klang Walkers Ankündigung von einem "Seventies-lastigen Album mit deutlichen Rock'n'Roll-Einflüssen" im Frühjahr diesen Jahres noch reichlich vage, so dürfte die kürzlich erschienene Scheibe alle Zweifel ausgeräumt haben. Es spricht für die Kompromißlosigkeit von Walker und Konsorten, daß man den recht erfolgreichen Carcass-Sound ad acta gelegt und einen Stilwechsel eingeläutet hat. Beigetragen dazu hat mit Sicherheit auch die persönliche Entwicklung meines Gesprächspartners, der heute lachend gesteht, "echt keinen Bock mehr auf Album-Cover zu haben, die mehr an Illustrationen aus medizinischen Fachbüchern erinnern. Wir mußten damals aufpassen, uns nicht zu sehr im eigenen Image zu verstricken."

Ein Image, das die Band aus der breiten Masse heraushob, allerdings auch seine Schattenseiten hatte.

Walker: "Wenn wir zu Beginn unserer Karriere live...

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