RH #125Interview

SIEGES EVEN

Grenzen Sprengen

Vor einigen Monaten glänzten an dieser Stelle Mekong Delta mit gesundem Selbstbewußtsein, jetzt lassen SIEGES EVEN nichts anbrennen. Scheint so ´ne Art Berufskrankheit der deutschen Avantgarde-Metal-Elite zu sein. Aber wer dick hat, kann auch dick hängen lassen.

Es gibt Bands, deren neuen Scheiben man vor allem deswegen entgegenfiebert, weil man keinen blassen Schimmer davon hat, was einem der Silberling in die heimische Stube blasen wird. Nur daß die Songs alleroberste Megasahne sind, steht von vornherein fest. Die Süddeutschen SIEGES EVEN gehören zu dieser (viel zu raren) Spezies und haben auch auf ihrem fünften Output „Uneven“ wieder sämtliche Grenzen gesprengt und den Verfasser dieser Zeilen in den akustischen Wahnsinn getrieben. Arschharter Metal, Jazz, Funk, Fusion und zahllose, absolut zeitgemäße Prog-Elemente machen die CD zu einem Garanten für viele interessante Lauschangriffe. Angesichts des doch verdammt hohen musikalischen Anspruchs müßte es einem allerdings fast schon zu denken geben, daß es „Uneven“ in unserem Juli-Soundcheck in die „10mal Dynamit“-Ruhmeshalle schaffte, versumpfen ähnlich komplexe Scheiben sonst doch regelmäßig im Mittelfeld.

"Das ist genau unser Ziel", kommentiert Drummer Alex Holzwarth. "Wir wollen Platten machen, die verdammt viel zu bieten haben, aber für jeden nachvollziehbar sind. Ob wir damit kommerziell erfolgreich sind, ist erst mal nebensächlich, aber schau´ dir doch die Charts an, da tummeln sich heute extreme Combos wie Prodigy...

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