RH #125Interview

SAMIAM

Haarausfall-Rock

"You Are Freaking Me Out" nennt sich SAMIAMs fünfter Longplayer, und der Titel ist Programm. Diese Scheibe bringt mich nämlich in der Tat zum Ausflippen - der legitime Nachfolger von Nirvanas "Nevermind"!

Nenn´ es Alternative-Rock, nenn´ es Pop-Punk, nenn´ es Melody-Core, nenn´ es Happy-Grunge, aber nenn´ es auf jeden Fall gute Musik.

"Wir bezeichnen unseren Stil als Bold-Rock«, kokettiert Sänger Jason Beebout selbstironisch. "Eigentlich wären wir gerne die nächsten Handsome, aber guck´ uns an: Wir verlieren alle unsere Haare. Statt den ärmlichen Rest über die Halbglatze zu kämmen, rasieren wir uns lieber gleich den Schädel!"Ein Beispiel, dem so mancher RH-Redakteur folgen sollte...

Doch zurück zur Musik. Ganz egal, wie man sie bezeichnet, fest steht, daß SAMIAM wunderschöne Ohrwürmer schreiben und mit der nötigen Portion Dreck beschmutzen. Unverständlich daher, daß trotz des offensichtlichen Potentials viele bestenfalls den Bandnamen kennen, aber noch keine einzige Note von den Kaliforniern gehört haben.

"Irgendwie haben wir es bisher einfach nicht geschafft, uns ein größeres Publikum zu erschließen - und das trotz bzw. eher wegen eines Deals mit Atlantic«, resümiert Gitarrist Sergie Loobkoff. Bei dem erwähnten Major erschien 1994 der Vorgänger "Clumsy", doch wie auch schon im Falle der Melvins sind die A&Rs seinerzeit einfach nur auf einen Trendzug aufgesprungen, ohne das nötige Verständnis und die entsprechende Marketing-Vision für die Musik mitzubringen. "Die...

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