RH #125Interview

BAFFDECKS

Patronen-Gert im Hardcore-Dorf

Während die meisten deutsch(sprachig)en Punkbands in einer Art Endlosschleife immer und immer wieder die alten textlichen und musikalischen Standards aufwärmen, haben sich die BAFFDECKS klammheimlich zu einem der wichtigsten Namen im einheimischen PunkMetalCore-Dschungel entwickelt.

 

Doch gut Ding will Weile haben. Nach dem Abstreifen der DeutschPunk-Klischees des ersten Albums "Mach die Augen zu", dem gelungenen Zweitling "Die Zeit ist ein Mörder" und der "Schlammschlacht"-EP tourte man Ende '95 noch schnell mit The Exploited und zog danach zwangsweise die Notbremse. Außer diversen Einzelgigs war von den Süddeutschen nix mehr zu hören, bis endlich das neue Werk "Zerreißprobe" in den Läden auftauchte.

"Wir hatten elend viele Besetzungswechsel", erklärt Gitarrist Michael Schäfer alias Gert die Gründe für die Zwangspause. "Vom zweiten Album sind nur noch unser Sänger und ich übrig. Es war ein ständiges Kommen und Gehen, was uns natürlich zurückwarf."

Durch die fetten Produktionen der letzten Scheiben und die erbarmungslose „wall of sound“, die trotz einiger, geschickt von den Gitarristen integrierter Melodiefetzen alle Dreiakkordler dieser Welt locker an die Wand bläst, sind die BAFFDECKS mittlerweile auch für das Metalpublikum interessant geworden, was die Punk-Community normalerweise nicht gern sieht. "Verräter" werden dort schnell mit lebenslanger Mißachtung gestraft.

"Gerade die HC- und Punkszene ist wie ein kleines Dorf", bestätigt Gert. "Dort entstehen unheimlich...

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