RH #122Interview

LACRIMOSA

Die Ruhe nach dem Sturm

Der Titel des neuen LACRIMOSA-Albums ist alles andere als Programm. Nach dem „Inferno“ folgt die „Stille“, die musikalisch allerdings recht lautstark ausgefallen ist und die Vormachtstellung der Band um Mainman Tilo Wolff im harten Gothic-Bereich unterstreicht.

Der auf Platte recht introvertiert klingende Künstler ist auch privat eine eher zurückhaltende Natur, die es vorzieht, über textliche Inhalte, eigene Unzulänglichkeiten und Ängste zu philosophieren, anstatt hohle Phrasen zu dreschen.

Während der laufenden Tour nahm sich Tilo zwischen Abendessen und Auftritt Zeit, um meinen Wissensdurst zu stillen.

 

Wo siehst du die Hauptunterschiede zwischen den letzten beiden Alben?

"Das ist mehr eine Gefühlssache. „Inferno“ ist etwas im Karton entstanden und ziemlich durchkonstruiert, da ich mich zum ersten Mal als Produzent versucht habe. „Stille“ klingt da schon etwas befreiter und lockerer. Außerdem hatte ich bisher immer das Gefühl, daß jede Platte eine Stufe auf einer Leiter oder Treppe wäre. Mittlerweile habe ich jedoch erkannt, daß es ein Kreis war, der sich mit „Inferno“ geschlossen hat, weshalb ich auf „Stille“ versucht habe, mehr in die Tiefe zu gehen. Immerhin spreche ich in den Texten erstmals Dinge an, die vorher für mich tabu waren und jetzt knallhart auf den Punkt gebracht werden. In der Vergangenheit habe ich oft mit Wortspielen gearbeitet, während die neuen Lyrics eindeutig formuliert sind. Texte waren für mich bislang eine Art Therapie. Sobald ich mich...

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