RH #122Interview

FATES WARNING

Endlich wieder Prog-Metal !

Nach der doch sehr kommerziellen letzten Scheibe „Inside Out“ überraschte es ein wenig, daß FATES WARNING sich urplötzlich wieder back to the roots bewegt und mit „A Pleasant Shade Of Gray“ ein ausgesprochen verschachteltes Album veröffentlicht haben. Wir sprachen mit Sänger Ray Alder über die Gründe für diesen Kurswechsel.

„A Pleasant Shade Of Gray“ besteht quasi aus nur einem Song, der sich über 53 Minuten hinzieht und komplett aus der Feder von Jim Matheos stammt. Wie war denn deine Reaktion, als Jim dich mit dieser Idee konfrontierte?

"Als er mich deswegen anrief, war er so begeistert von der Sache, daß ich ihn sowieso nicht davon abbringen konnte", lacht Ray. "Es schien ein logischer Schritt zu sein, denn nachdem wir die letzten beiden Scheiben bewußt eingängig gehalten hatten, um ein etwas breiteres Publikum zu erreichen, war es jetzt an der Zeit, mal wieder eine Platte zu produzieren, um in erster Linie uns selbst zu befriedigen. Dementsprechend viel Zeit und Arbeit haben wir investiert: Es dauerte ein ganzes Jahr, bis der Song fertig komponiert war."

Vor dieser Entscheidung muß man größten Respekt haben, denn die Platte könnte in kommerzieller Hinsicht glatter Selbstmord sein, weil in nahezu allen Musikrichtungen der Trend mehr und mehr zu simplen, eingängigen Songs geht, die sich sofort im Ohr festsetzen, ohne das Gehirn zu belästigen. Wie verträgt sich ein solches Monumentalwerk mit dem derzeitigen Lifestyle, möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu konsumieren?

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