RH #121Interview

TRIBE AFTER TRIBE

Perlen vor die Säue

Würde man auf alle Texte des neuen TRIBE AFTER TRIBE-Albums eingehen und ganz nebenbei noch die Lebensgeschichte von Robbi Robb erzählen wollen, könnte man gleich anfangen, ein Buch über eine der ungewöhnlichsten Rock'n'Roll-Persönlichkeiten zu schreiben. Der Südafrikaner verkörpert eine vom Aussterben bedrohte Spezies, ist mit seinen poetischen wie politischen Texten und seinem außergewöhnlichen Background einer der letzten Helden, die die Musikgeschichte ausgespuckt hat.

 

Da sitzen wir uns wieder einmal gegenüber, und beide Gesprächspartner wissen, daß die Zeit nicht reicht. Bei rund 50 Minuten breche ich freiwillig ab, da mir der Kopf nach Exkursen in Sachen Politik, Magie, Weltgeschehen und Religion mehr als brummt; schließlich ist Englisch nicht meine Muttersprache und das Hebräische - über das mir Robb einen mehrminütigen Vortrag hält - nicht gerade mein Fachgebiet. Eigentlich braucht man Robb nur einen Brocken hinzuwerfen - und kann sich darauf gefaßt machen, hinter der rotblonden Rastafassade einen überraschend klar denkenden Musiker zu entdecken - und nicht etwa einen weltfremden Hippie.

"Ich habe damals Amnesty International angerufen und unter deren Vermittlung Hilfe von Leuten wie Harry Belafonte erhalten, die sich für verfolgte Künstler einsetzen und über entsprechende Kontakte zu staatlichen Stellen verfügen (der Calypso-König ist seit Jahren in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung engagiert - der Verf.). Man hat uns kurzerhand ausgeflogen, und wir sind...

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