RH #121Interview

MISFITS

Frankenstein im Wohnmobil

Die MISFITS haben mit ihrem Original-Line-up Punkgeschichte geschrieben. Metallica wie Guns N´Roses haben ihre Songs gecovert, Vinylsingles erreichen bei Börsen dreistellige Beträge, Skateboards wurden nach ihnen benannt - und jetzt sind sie eben wieder da. Vor zwei Jahren entschlossen sich Jerry Only und sein Bruder Doyle, Dr. Chud und Michael Graves wieder die Knochen zu ölen, zu touren und nun mit „American Psycho“ ein sehr beachtliches Album ins Rennen um die Gunst der Fans zu werfen.

Am liebsten gehen die MISFITS gegen Mitternacht auf die Bühne. Dann fühlen sie sich in ihrem wahren Gruselpunk-Element. Doch vorher prüfen sie ihren Sound mit recht weltlichen Liedern.

„Beim Soundcheck spielen wir gerne Led Zeppelins ´Immigrant Song´ und ´Communication Breakdown´ und Iggy Pops ´I Got it Right´. Das haben wir auch schon mal auf einem Tribute-Sampler zum besten gegeben, dessen Erlös übrigens zugunsten von AIDS-kranken Menschen ging. Wenn andere Bands uns covern, finde ich das nicht so toll. Du kannst schließlich auch Elvis oder The Doors kaum adäquat nachspielen." Das klingt zwar recht eingebildet, aber der Mann, der mir in den Telefonhörer krächzt, ist nunmal eine Legende und eine sympatische dazu.

"Außerdem eine kranke", fügt Jerry Onlys Reibeisenstimme an. Er freut sich über die positive Resonanz der europäischen Fans und sprüht vor neuem Tatendrang. "Es hat mich immer in den Fingern gejuckt, wieder einzugreifen, aber das amerikanische Rechtssystem...

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