RH #121Interview

LARD

38 Special

Wie soll man eine Story über einen Mann einleiten, der mit den Dead Kennedys des Autors Jugend beeinflußt hat? Bedarf es des Vorworts über Jello Biafra, der wegen seines glühenden Politik- und Demokratieverständnisses Hochachtung abverlangt - und der nun mit Ministry eine superbe Scheibe eingespielt hat?

 

Wir waren und sind keine normalen Lebewesen. Und wir werden es wohl nie sein. Wir funktionieren nicht wie ein Ameisenhaufen, wie ein Bienenvolk, in dem jedes Individuum als Teil eines Ganzen für die Gemeinschaft lebt und handelt. Menschen hassen ihresgleichen und lassen selten eine Gelegenheit aus, zu ihrer eigenen Vernichtung beizutragen. Immer wieder wird mir das bewußt, wenn ich mich von den täglichen TV-Nachrichten überfallen lasse. Und als ob es Schicksal wäre, ist just an dem Tag, an dem ich mit Jello Biafra telefonieren sollte, die visuelle Melange aus Blut und Terror, Kriminalität und Korruption so ungenießbar wie seit Wochen nicht mehr: Die Tagesschau bietet iranischen Staatsterror, verletzte Palästinenser, Raubmord, vergiftete Lebensmittel, Hunger in Zaire und und und.

Zum Teufel, werdet ihr euch fragen, was haben Gift, Hunger und Gewehre mit einem in San Francisco lebenden 38jährigen zu tun? Klar, ihr habt recht: Die Zeiten, in denen Jello Biafra Frontmann einer der berühmtesten Politpunk-Bands war, sind schließlich seit Ewigkeiten vorbei. Aber es bedarf mehr denn je einer Persönlichkeit in der zunehmend von politischer und gesellschaftlicher Gleichgültigkeit...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen