RH #118Interview

CREMATORY

Kaffee, Zigaretten und Fragezeichen

An dem eher einfach gestrickten Gothic Metal der Pfälzer scheiden sich spätestens seit dem deutsch getexteten Album des letzten Jahres endgültig die Geister. Der Hessenkaiser unterhielt sich bei einem opulenten Abendmahl mit Drummer Markus und Keyboarderin Katrin über Mühlmanns Plattenkritik, das kürzlich erschienene Livealbum, die Vorzüge von Kaffeemaschinen und vieles mehr.

"CREMATORY waren noch nie eine Presseband. Wir haben uns die Fans durch zahlreiche Livekonzerte und unsere Fannähe erspielt", analysiert Markus. "Trotzdem ist es scheiße, wenn man so einen Verriß liest. Immerhin steckte unser ganzes Herzblut und jede Menge Arbeit in der Scheibe. Besonders der Felix war halt angepißt, weil die Lyrics und der Schreibstil im Prinzip nicht anders sind als auf der "Illusions", die der Mühlmann ja gut fand. Zum Teil haben wir sogar Texte verwandt, die von der "Illusions" noch übrig waren. Mit dem kleinen Unterschied, daß wir auf die Übersetzung ins Englische verzichtet haben."

"Natürlich hätten wir uns über eine gute Kritik mehr gefreut", ergänzt Katrin. "Andererseits akzeptiere ich Wolf-Rüdigers Meinung, denn wo kämen wir denn hin, wenn jeder den gleichen Musikgeschmack hätte? Außerdem sind uns im Endeffekt die Meinungen der Fans viel wichtiger als das Feedback der Journalisten."

Ganz richtig. Zumal die meisten unserer Leser sicher mündig genug sind, sich eine eigene Meinung zu bilden. Aber wenden wir uns lieber dem Livealbum "Live... At The Out Of The Dark Festivals" zu,...

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