RH #117Interview

TOTENMOND

Es lebe der Terrorismus

Kurze Haare, Hosenträger, Springerstiefel, deutsche Texte - das muß wohl eine Faschoband sein, werden einige jetzt bestimmt denken. Falsch! TOTENMOND sind ehemalige Punks, die auf ihrer Debütscheibe „Lichtbringer“ ein wahres Feuerwerk brutaler Metal- und HC-Sounds entfachen, wie es Carnivore oder die Broken Bones auch nicht besser hinbekommen hätten.

Mir gegenüber sitzen nach ihrem Gig in der Bochumer Zeche Gitarrist/Sänger Pazzer und Bassmann Roberto. Mir drängt sich die Frage auf, ob es für die Jungs eher frustrierend ist, vor so wenigen Leuten wie an diesem Abend zu spielen (als TOTENMOND auf der Bühne standen, waren allerhöchstens 50 Leute in der Halle), oder ob sie froh sind, überhaupt auf Tour gehen zu können.

»Von beidem etwas«, meint Pazzer. »Unsere CD ist ja erst seit drei Wochen auf dem Markt - insofern kennt uns natürlich kaum jemand, und demzufolge haben wir unsere Erwartungen auch nicht allzuhoch geschraubt. Wir fühlen uns manchmal zugegebenermaßen auch ein bißchen unwohl, weil wir eigentlich gar nicht so recht zu Atrocity und In Flames passen. Die machen halt eher Kopfmusik mit fetten Melodien und schwierigen Soli, während wir einfach das volle Brett fahren.«

Mit wem würdet ihr denn gerne touren?

»Crowbar wären ein guter Tourpartner. Oder Pungent Stench, aber die gibt´s ja leider nicht mehr.«

Die Bandmitglieder von TOTENMOND entsprangen laut dem Plattenfirmeninfo ursprünglich der Punk-Szene, was der gitarrespielende Shouter allerdings ein wenig relativiert:...

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