RH #116Interview

GODFLESH

Blonder Lärm

Zweifelsohne gehört die Musik der zwei, ab und zu auch drei Mitglieder von GODFLESH nicht in die Kategorie ”Schmuserock”. Keiner würde sich die Platten der Band zu Hause beim abendlichen Rendezvous auflegen, aber alle wissen: GODFLESH sind wichtig. Warum, versuchte Hanno Kress herauszufinden.

Das schlechte Abschneiden der neuen GODFLESH-CD ”Songs Of Love & Hate” in unserem September-Soundcheck wird Chief-Fleischer Justin Broadrick bei aller Sympathie fürs Rock Hard lediglich ein müdes Lächeln entlockt haben. Die Scheiben der Noise-Heavy-Industrial-Rocker aus Großbritannien zieren eher bei Rockgrößen wie Pantera, Metallica und Danzig an exponierter Stelle die Plattenschränke, als daß sie von der breiten Masse gekauft würden. Darauf angesprochen, zuckt der äußerst sympathische Gitarrist gutgelaunt die schmalen Schultern:

»Uns mögen wirklich mehr Bands als Fans, und darüber wundern wir uns immer wieder. Kirk Hammett von Metallica beispielsweise telefonierte eine Woche hinter uns her, bis er unsere Managerin erwischte, die mir wiederum mit den Worten ”Das ist wirklich ein netter Bursche” den Hörer in die Hand drückte. Tatsächlich wirkte Kirk fast aufgeregter als ich und lud uns in sein Haus ein. Kirk ist einfach toll, er begeistert sich für Techno und Industrial. Ich glaube, die Berühmtheiten mögen uns, weil wir uns einen feuchten Kehricht um Konventionen scheren und nicht den Drang verspüren, für irgendwas die Verantwortung zu übernehmen.«

Selbst unser musizierender...

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