RH #116Interview

SENTENCED

Des Wodkas metallische Seele

Eine Überraschung war es schon, daß SENTENCED sich mit so deutlichem Abstand zu Cradle Of Filth und den Böhsen Onkelz an die Spitze der letzten Richterskala setzen konnten. Immerhin gewannen sie mit ganzen drei Punkten Vorsprung. Und auch wenn Rotschopf Rensen immer noch ein Haar in der "Down"-Suppe fand, nämlich das fehlende peitschende Element, das er an früheren Scheiben so geschätzt hatte, scheint der neue Sänger Ville Laihiala eine große Bereicherung für die Finnen zu sein.

 

Die Frage nach dem Ausstieg von Taneli Jarva ist nach Aussage von Gitarrist Sami Lopakka mittlerweile zum Interview-Standardthema geworden und entlockt dem Finnen nur noch ein müdes Gähnen.

»Bandmitglieder kommen und gehen, wenn's künstlerisch nicht mehr zusammenpaßt«, knarzt eine sonore Stimme aus dem Telefonhörer. Der Anlaß ist für Sami zu unbedeutend, um sich eine besonders findige oder gar witzige Story auszudenken. Wahrscheinlich tragen SENTENCED selbst ihre bandinternen Streitigkeiten schweigend aus, denn hemmungslose Plaudertaschen sind sie nun bekanntermaßen überhaupt nicht.

»Für uns ist es ungewohnt, viel zu reden. Auch in unserer Freizeit schweigen wir lieber. Wenn wir allerdings genügend Alkohol intus haben, dann reden wir ohne Punkt und Komma.«

Kaum vorstellbar. Immerhin floß der Alk zumindest während der Arbeit zur neuen, von der Kritik abgefeierten Scheibe "Down" gar nicht. Erst danach.

»Am liebsten trinke ich "Finlandia"-Wodka. Ab und zu darf es aber auch schwedischer oder...

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